Stiftungsgründer erhöht Kapital der Eyerund-Stiftung auf 500.000 Euro

Symbolisch überreichte Hans-Georg Eyerund (2. von links) einen Scheck in Höhe von 73.000 Euro an die Eyerund-Stiftung. Über die Zustiftung freuten sich Weihbischof Friedrich Ostermann, Carsten Wellbrock als stellvertretender Vorsitzender und Elsbeth Büll vom Vorstand der Stiftung (von rechts).

73.000 Euro hat Hans-Georg Eyerund der „Hans-Georg und Gisela Eyerund Stiftung“ bei einer symbolischen Scheckübergabe in der DKV-Residenz am Tibusstift in Münster überreicht. Mit dieser Zustiftung hat der 90-jährige Gründer das Grundkapital seiner Stiftung auf 500.000 Euro erhöht. „Und vergesst nicht Gutes zu tun und mit anderen zu teilen. An solchen Opfern hat Gott Freude“, zitierte der Spender einen Bibelvers aus dem Hebräerbrief, den er als persönliches Leitwort über sein Leben gesetzt hat.

Dankbar zeigte sich Weihbischof Friedrich Ostermann, früherer Vorsitzender der Eyerund-Stiftung. Er nahm die Spende stellvertretend für Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, den derzeitigen Vorsitzenden, entgegen. „Sie haben die Stiftung auch gegründet, weil es Ihnen ein Anliegen ist, dazu beizutragen, den Glauben in Ghana zu verwurzeln“, sagte er. Ostermann griff ein Sprichwort von Antoine de Saint Exupery auf: „Eine Gemeinschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern die Summe an Hingabe.“ Die Eyerund-Stiftung sei ein gutes Beispiel dafür, dass ein Miteinander im Zeichen einer solchen Hingabe stehen müsse. „Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie dazu beitragen“, wandte er sich an den Stiftungsgründer.

Die Eyerund-Stiftung fördert Projekte zur Entwicklungshilfe und zur Unterstützung der katholischen Kirche in Nordghana. Entscheidend für die konkrete Hilfe in Nordghana sei die inzwischen knapp 35-jährige Partnerschaft zwischen dem Bistum Münster und den Bistümern der Kirchenprovinz in Nordghana gewesen, erklärte Ostermann. Mit den 427.000 Euro, die Eyerund bisher in seine Stiftung investiert hat, konnten bereits mehrere Projekte in den drei ärmsten Regionen Nordghanas umgesetzt werden.

Als besonderen Gast begrüßte Eyerund Prof. Dr. Suom Dery aus Tamale in Ghana. Der in Geldern lebende Geistliche berichtete von der Situation in seinem Heimatland und erklärte, in welchen Bereichen die Hilfe über die Stiftung auch zukünftig benötigt werde. „Entwicklung in unserem Land bedeutet Förderung der Familie“, sagte er. Eine wichtige Rolle nähmen dabei die Frauen ein, die das Rückgrat der Familie bildeten. „Die Gemeinschaft der Frauen untereinander muss gefördert werden, damit sie sich in Genossenschaften organisieren und so selbstbewusst verhandeln können“, fasste Dery zusammen. Die Eyerund-Stiftung bietet Workshops und Seminare für Frauen in Ghana an und stellt Mittel zur Vergabe von Kleinkrediten zur Verfügung.

Hans-Georg Eyerund erklärte, dass er sich ganz bewusst die Weihnachtszeit als Zeitpunkt der Zustiftung ausgesucht habe. „Für Empfänger ist die Post, besonders die Weihnachtspost, ein Zeichen der Wertschätzung und der Erinnerung. Auch Jesus Christus selbst ist wie ein Schreiben, das Gott an die Welt richtet“, erklärte er. Im Neuen Testament, das ausführlich über Jesus Christus berichte, werde die Gemeinde selbst zu einem Brief – „ein Brief, der nicht mit Feder und Tine geschrieben ist, sondern mit dem Leben“, führte der Stiftungsgründer aus.
„Mit unseren Taten können auch wir Christen Boten sein in der Welt“, nahm er Bezug auf die Spende. Seine Motivation dazu fasste er abschließend mit einer weiteren für ihn bedeutenden türkischen Lebensweisheit zusammen: „Der Spiegel des Menschen sind seine Taten, auf die Worte kommt es nicht an.“


Text: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
Foto: Anselm Thissen, kampanile

 

 

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